Sad but true

Antifaschistisches Infocafé

Achtung: Ausnahmsweise 2. Dienstag im Monat

Dienstag 8.11.16
19:00 Uhr

Gezeigt wird der Film „Sad but true“

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Sad But True” – Ein Film über Ivan Khutorskoy. Ivan Khutorskoy war Jurastudent und Aktivist der Red and Anarchist Skinheads (RASH). Er wurde am 16. November 2009 vor dem Eingang seiner Wohnung von Nazis erschossen.

Der Film erzählt die Geschichte über den Verlust eines Freundes und Mitstreiters und gibt auch einen Einblick in die Situation des Moskauer Punk-Untergrundes der 2000er-Jahre und die Bedingungen, denen die antifaschistische Bewegung in Russland ausgesetzt war.

»Sad But True« zeigt dies durch das Prisma der traurigen Geschichte eines Einzelnen, die für das Schicksal von vielen steht, die ihren Einsatz für die Bewegung mit dem Leben bezahlen mussten. Doch Ivans Geschichte steht auch für all diejenigen, die trotz dieser Bedrohung an ihre Ideale und Ziele glaubten und eine neue Szene aufgebaut haben. So ist Sad But True sowohl ein Film über den Kampf für den Antifaschismus unter lebensbedrohlichen Umständen, als auch über die Entstehung einer wehrhaften, politischen und positiven Punk-Subkultur in Russland. Er wurde als DIY- Projekt von Freunden Ivans produziert.

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Anti Pogorausch – Siempre Antifa Festival

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Smash the greyzone
BRING POLITICS BACK INTO OUR SUBCULTURES!

Programm Freitag, 7.10.16:

ab 20:00 Uhr:
Marasma General (Skatchanka/ Milano, Italy)
T Killas (Mod-Ska/ Aschaffenburg, BRD)
Feccia Rossa (Punx-Oi!/ Verona, Italy)
danach Musik vom Plattenteller mit DJ GioSkaRocksteady (Brescia, Italy)

Programm Samstag, 8.10.16:

geöffnet ab 18:00 Uhr zum Reggae Biergarten

ab 20:00 Uhr:
Kroska (Antifascist Oi!/ Tolosa, Occitania France)
Rötten Shock (Corazónpunk/ München, BRD)
Skassapunka (Ska-Punk/ Milano, Italy)

weitere Informationen zum Programm folgen, achtet auf Ankündigungen bei RASH München https://www.facebook.com/RASH-M%C3%BCnchen-722334041149178/

Tagesticket jeweils 5 Euro
Festivalticket 8 Euro

Der Begriff Grauzone war ursprünglich als Bezeichnung gedacht, die rechtsoffene und offen rechten Tendenzen und Akteur_innen in der Punk- und Skinhead Szene mit einem Begriff zusammenfassen soll. Die als zur Grauzone zugehörig bezeichneten Bands, Labels oder Personen fühlen sich reflexartig zu Unrecht in die „Nazi Ecke“ gestellt.
Dabei genügt es schon sich das Line Up großer Festivals oder die Konzert-Politik mancher dieser Akteur_innen anzuschauen, dass sich einem die kurz geschorenen Haare sträuben. Bei dem POGORAUSCH Festival handelt es sich um genau solch eine Veranstaltung. Wie auch die Jahre zuvor findet das POGORAUSCH Festival wieder im Münchner „Backstage“ statt. Unter dem Motto: „No racism, no sexism, no homophobia – just dance!“ Wer sich die Line Ups vergangener „Pogorausch“-Festivals ansieht, erkennt sofort, dass dieses Motto als reines Alibi dienen soll.

In jedem Jahr waren dort Bands vertreten, die der Grauzone zugerechnet werden können. Der Headliner dieses Jahr ist die schwedische Band „Perkele“. Mittlerweile sind sie im Kommerz angekommen. Vor gut zehn Jahren gerieten sie in Kritik, weil deren Sänger die Neonazi Kult-Band „Screwdriver“ zu seinen damaligen persönlichen Favoriten zählte und „Perkele“ die schwedische Neonazi Band „Ultima Thule“ verlinkt hatten¹.

Auch das „Backstage“ an sich hat wenig Berührungsängste, wenn es um die Auswahl der auftretenden Bands geht. Rechtsoffene Bands (Krawallbrüder, Varg) und Dancehall Acts (Sizzla), die Homosexuelle in Texten erschießen und verbrennen wollen: Für sie alle stellt das „Backstage“ bereitwillig seine Bühne zur Verfügung. Was zählt ist der reine Kommerz. Darin ähneln sich „Backstage“ und die Macher_innen des POGORAUSCH. Das Motto ist vorgeschoben. Antirassimus, Feminismus und Solidarität werden durch solche Veranstaltungen vollständig sinnentleert. Mit dem „Antipogorausch – Siempre Antifa“-Fest wollen wir zum einen emanzipatorische Ansätze in Subkulturen supporten, zum anderen ein Zeichen gegen pseudo-rebellisches Stammtischgemackere setzen.

¹ https://www.taz.de/1/archiv/?dig=2003/10/01/a0001

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Punkrock mit TV Smith, PamP Solo und Evil Fingerz

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TV Smith
live im Freiraum Dachau!

Support:
PamP Solo (Frontmann der Garden Gang)
&
Evil Fingerz (BluesPunkSongwriter)

20 Uhr
Eintritt: 5 Euro

TV Smith
Der Londoner TV Smith kann als Punkrock Urgestein bezeichnet werden. Mit seiner 1977 gegründeten Band The Adverts veröffentlichte er 1977 das Album Crossing the red sea with The Adverts. Die Platte gilt als Meilenstein des klassischen Punkrock.
Seit den Neunziger Jahren ist er nur mit seiner Akustikgitarre Solo unterwegs und begründete damit den akustischen Punk, welcher mittlerweile viele Nachahmer fand. Mit seinen Punk Rock Tour Diaries veröffentlichte er außerdem insgesamt fünf Bücher, in denen er seine Erfahrungen auf Tourneen niederschrieb.

PamP
Mit seiner Band Garden Gang beschreitet Frontmann PamP seit nunmehr 20 Jahren in Sachen Punkrock seinen Weg. In seinen Songtexten hält PamP der Gesellschaft den Spiegel vor. Sie bestechen durch Ironie und Witz. Neben seiner Tätigkeit als Garden Gang Frontmann, welche gerade ihr neues Album Middle Class Symphony veröffentlichten, ist er auch Solo auf den Brettern, die die Welt bedeuten, anzutreffen. Dort spielt er seine Songs in Akustikversionen.

Evil Fingerz
Johnny, der Sänger und Gitarrist der ehemaligen berüchtigten Dachauer Punkrock Band Sick Sinus, ist seit zwei Jahren unter dem Namen Evil Fingerz bayernweit im Auftrag keines Herren unterwegs. Er mischt seine Punkrock Wurzeln mit Einflüssen aus dem Delta Blues. Textlich verbreiten die Songs von Evil Fingerz eine Mixtur aus Melancholie, Pessimismus, aber auch Sozialkritik sowie eine Prise schwarzen Humor.

http://www.tvsmith.com/
http://www.gardengang.de/band/pamp-solo/
https://evilfingerz.bandcamp.com/

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Wir müssen reden: Über Antifaschismus

Das antifaschistische Infocafé diskutiert mit Ludwig Gasteiger (Kreisjugendring Dachau)

Achtung! Geänderter Termin: ausnahmsweise am 19.07.2016
Türen offen ab 19:00 Uhr
Beginn: 20:00 Uhr

Der Begriff des Antifaschismus bzw. Antifa ist inhaltlich so facettenreich, wie die unter diesem Motto aktiven Menschen. Man versteht darunter in erster Linie kontinuierliche Aktivität gegen extrem rechte Strukturen und Ideologien. Antifaschistische Arbeit wird betrieben von zu diesem Zweck gegründeten lokalen Bündnissen, Projekten zur Aufarbeitung der Geschichte, öffentlichen Einrichtungen z.B. in der Jugendarbeit, Parteimitgliedern und gänzlich unabhängigen Gruppen. Sogar die rot-grüne Bundesregierung versuchte im Jahr 2000 beim ausgerufenen „Aufstand der Anständigen“ sich des Mottos zu bedienen.

Schnell wird klar: „Die Antifa“, die gibt es so nicht. Wenn von „der Antifa“ gesprochen wird, sind autonome Antifa Gruppen gemeint. Doch auch gerade diese unterscheiden sich von Ort zu Ort in Inhalten und praktischen Ansätzen. Gemein ist ihnen ein Ansatz, der eine konkretere und offensive Vorgehensweise gegen Neonazis und Rassist_innen vorsieht und mit einer gesamtgesellschaftlichen Perspektive jenseits der herrschenden Verhältnisse verbindet. Kritisiert wird der Staat, der nicht entschieden gegen die extreme Rechte vorgeht. Eine Zusammenarbeit mit staatlichen Stellen und Polizei wird grundsätzlich abgelehnt. Aber auch die oft passive oder rein symbolische Aktivität mancher zivilgesellschaftlicher Projekte wird kritisiert. Dennoch gehen beide vielerorts Bündnisse ein, v.a in Kleinstädten und ländlichen Gebieten.

Autonomen Antifas wird im Gegenzug Rabaukentum oder „Extremismus“ vorgeworfen und in der Regel erleben sie eine größere staatliche Repression als die bekämpften Rechten, v.a. in Bayern.
Zivilgesellschaftliche Projekte haben eine deutlich größere gesellschaftliche Reichweite und auch die finanziellen Mittel sind meist erheblich besser. Autonomen Antifa Gruppen wird, oft zurecht, elitäres Verhalten und übertriebene selbst gewählte Abschottung vorgeworfen. Dennoch ist es der Verdienst der autonomen Antifa, wenn Neonazis sich aus dem öffentlichen Raum zurückziehen, es sich mancherorts besser zweimal überlegen, wie oder gar ob sie auftreten, da sie wissen, dass es für sie im Desaster enden könnte.

Wir wollen miteinander über gemeinsames uns trennendes diskutieren, ohne dabei die Ansätze gegeneinander auszuspielen. Wir freuen uns auf unseren Diskussionspartner Ludwig Gasteiger vom Kreisjugendring.

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YOK – Pocketpunk mit Frank Schitzo

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http://muenchnr.de/profil/frank-schitzo/

https://pocketpunk.so36.net/

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Die radikale Rechte in Bayern

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Rassenideologie mit Killernieten

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Antifaschistisches Infocafé
am 7.6.16
Beginn: 19:00 Uhr

Thema:  Rassenideologie mit Killernieten – Einblicke in „National Socialist Black Metal“

Ende der Neunziger entstand in Norwegen mit Black Metal eine Underground Szene in Abgrenzung zum als „Life Metal“ kritisierten Death Metal. Antichristlicher Okkultismus und elitäres Selbstverständnis wurden prägend für die neue Szene. Mitte bis Ende der Neunziger entwickelte sich aus dem propagierten generellen Menschenhass ein eigenständiges in sich geschlossenes Subgenre, das sich auf völkisch antisemitische und den Nationalsozialismus glorifizierende Ideologie bezog. Der so genannte „National Socialist Black Metal“ (NSBM) verbindet Heidentum, Hass auf das „Judäo-Christentum“ mit Naziideologie und erfuhr schnell Anbindung an die klassische Rechtsrock Szene.

Im Laufe der Jahre bildete sich ein nahezu undurchschaubares Geflecht aus (fast ausschließlich männlichen) Musikern, Projekten und Labels. Wie auch der ursprüngliche Black Metal pflegt NSBM ein nur für die eigene Szene bestimmtes Dasein abseits der Öffentlichkeit. Im NSBM gipfelt das arische Soldatentum in germanisch heidnischem Pathos samt mystischer Verehrung des Nationalsozialismus. In der BRD gilt v.a. Thüringen als Hochburg.

Das Verhältnis zur eigentlichen Black Metal Szene ist nicht eindeutig. Die meisten Szene Anhänger_innen lehnen die neonazistische Ideologie ab, da sie den individualistischen Grundsätzen widerspricht. Andere lehnen zwar die Ideologie ab, sehen NSBM aber als Teil ihrer Szene.

In der politischen Neonazi Szene erfährt NSBM zunehmende Beliebtheit. NSBM Anhänger_innen sind je nach Region wiederum in politische Kreise eingebunden. V.a. in Griechenland sind NSBM Musiker in der Neonazi Partei „Goldene Morgenröte“ aktiv. Jens Fröhlich („Asemit“) von der Band „Totenburg“ war bis zum Verbot von „Blood & Honour“ Mitglied in deren Jugendorganisation „White Youth“. Hendrik Möbus, Gründungsmitglied der bekanntesten deutschen NSBM Band „Absurd“, betreibt ein internationales Netzwerk.

Im Referat soll ein Einstieg in eine undurchsichtige Szene gegeben werden.

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Back To Consciousness

Back To Consciousness HipHop Jam am Samstag, 14.05.2016 ab 21 Uhr mit

  • Perquist & DJ Buck feat. Günther Rauch
  • C-Ras
  • Glücksklee
  • Martin Achtfünf

Endlich wieder HipHop im Freiraum!
Back to conciousness steht für ausgewählte Mc’s mit bewussten und kritischen Texten sowie Dj’s und Producer mit Liebe zur Kultur und klaren Bezug zu den Pionieren und musikalischen Anfängen dieser wunderbaren Musikkultur.

Love Music – hate facism!
Everybody welcome!

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Afterdemo Konzert

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21:00 Uhr
Eintritt: 4 Euro

1.Mai.Klassenkampf

um 17:00 Uhr
Vorabend Demonstration zum 1. Mai 2016

Kapitalismus funktioniert solange wir funktionieren – Streiken, Besetzen, Kollektivieren

Treffpunkt Bahnhof Dachau (Vorderseite)

Aufruf & mehr https://linksunten.indymedia.org/de/node/175246

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The Truth Lies In Rostock

Antifaschistisches Infocafé
05.04.2016 19:00 Uhr

Filmvorführung: The Truth Lies In Rostock

1992

Im August 1992 griff ein Mob aus Anwohner_innen und Nazis vier Tage lang
die „Zentrale Aufnahmestelle für Asylbewerber“ (ZaST) im Rostocker
Stadtteil Lichtenhagen an. Begeisterte und applaudierende Deutsche
machten aus dem brutalen Pogrom ein rassistisches Volksfest, auf dem sie
weitgehend ungestört von der Polizei den Wahn eines „Deutschlands nur
für Deutsche“ realisieren konnten. Es grenzt an ein Wunder, dass bei den
Ausschreitungen niemand zu Tode gekommen ist.

Der von Mark Saunders und Siobhan Cleary produzierte Dokumentarfilm „The
truth lies in Rostock“ dokumentiert die Ereignisse. Er entstand 1993
unter maßgeblicher Beteiligung von Menschen, die sich zum Zeitpunkt der
Geschehnisse im attackierten Wohnheim befanden. Deshalb zeichnet sich
die Produktion nicht nur durch einen authentischen Charakter aus,
sondern versteht sich auch Jahre danach als schonungslose Kritik an
einer Grundstimmung in der bundesrepublikanischen Gesellschaft, die
Pogrome gegen Migranten oder einfach nur „anders aussehende“ überhaupt
erst möglich macht.

Anschließend soll über Parallelen und Unterschiede zur Lage Anfang der
Neunziger im Bezug auf rassistische Anschläge und Pogrome heute
diskutiert werden.

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